präsentierte

Bericht aus der NÖN:

Chor Haag und Sinfonietta Haag überzeugen zum Abschied von Edgar Wolf mit Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn in der Stadtpfarrkirche.

Für die musikalische Auseinandersetzung mit Natur ist Joseph Haydns bahnbrechendes Oratorium „Die Schöpfung“ aus dem Jahr 1798 modellhaft. Kaum ein anderes Werk drückt so freudestrahlend und dankbar den Lebensraum des Menschen aus. Zugleich ist es auch ein Werk, das aufzeigt, wie sich seither die Zeiten gewandelt haben. Denn die Schöpfung Gottes ist hier Anlass weder zu Demut und reumütiger Einkehr noch zu kritischer Betrachtung, sondern zu schrankenloser, der Schönheit und Zweckmäßigkeit der Welt zugewandter Lebensfreude.

Mit diesem Loblied auf die Erschaffung unserer Erde beendete Edgar Wolf seine über fünf Jahrzehnte dauernde Tätigkeit als Leiter des Chores Haag. Und es war ein aufregendes, ein wahrlich überzeugendes und ergreifendes Konzerterlebnis am Samstagabend in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche.Der Chor Haag, die Sinfonietta Haag und die Solisten schenkten dem begeisterten Publikum zeitlos frische Musik vom Allerfeinsten mit vielen anregenden Gedanken. Einer sei herausgegriffen: Was die Zeitgenossen Haydns als humanistische Idealvorstellung in einer von unsagbarem Leid auf den Schlachtfeldern bestimmten Realität wahrnahmen, muss uns gegenwärtig bewusst sein. Der Chor, die Sinfonietta und die Sopranistin Regina Riel, der Tenor Markus Miesenberger und der Bassist Robert Holzer brachten die einfallsreiche Musik überzeugend zur Geltung. Dass dies so wunderbar gelang, ist Edgar Wolf zu verdanken. Über viele Jahre hinweg hat der begeisterte Musikvermittler mit dem Chor gearbeitet und hier mit Leidenschaft großartige Konzerte geliefert. Dieses Konzert zum Abschluss einer Dirigentenlaufbahn war schon bei der Premiere ein Volltreffer, und auch am Samstag. Stürmische Begeisterung.

Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Programmablauf und Veranstaltungsorte zu ändern.

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